Die Geschichte des Bw Arnstadt/hist. |
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Im authentischen |
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Bereits 1867 gab es neben dem Arnstädter Bahnhof einen zweiständigen Lokschuppen mit Wasserstationsgebäude, welche die 37,3 km lange Zweigbahnstrecke der Thüringischen Eisenbahngesellschaft von Dietendorf über Arnstadt und später nach Ilmenau (1879) bedienten. Mit dem Bau der KPEV-Strecken Plaue - Suhl - Ritschenhausen von 1881 bis 1884 und Arnstadt - Saalfeld von 1894 bis 1895 sowie der Etablierung der privaten Arnstadt-Ichtershäuser Eisenbahn im Jahr 1885 wuchs die Bedeutung des Arnstädter Bahnhofes ständig. Folglich entstand in den Jahren 1894 - 1895 westlich vom Bahnhof eine neue Betriebswerkstätte mit Ringlokschuppen und Drehscheibe. Nach dem Bau der teilweise mit Zahnstangen ausgestatteten Strecke Ilmenau - Schleusingen (1904) wurde der Ringlokschuppen bis 1914 schrittweise auf 22 Stände erweitert. Die heutige 23 m Drehscheibe besteht seit 1936. Eine Besonderheit war das Materiallager, das bis 1903 in Heldburg als dreiständiger Schmalspurlokschuppen fungiert hatte. Daneben erhielt die 1924 zum Bahnbetriebswerk erhobene Anlage, verschiedene Dienst-, Sozial- und Werkstattgebäude, Einrichtungen zur Dampflokversorgung sowie eine Wagenausbesserungsstelle.
Ab 1968 begann die Ära die Dieseltraktion im Bw Arnstadt. Der letzte planmäßige Dampflokeinsatz mit einer Lokomotive der Baureihe 65 erfolgte im Jahr 1979. Das Bahnbetriebswerk Arnstadt, das 1993 dem Bw Meiningen als Einsatzstelle zugeordnet wurde, setzte nun hauptsächlich Diesel- und Elektro-Lokomotiven verschiedener Baureihen ein.
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Chronologische Dokumentation des Bw Arnstadt/hist. |
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1895 |
Errichtung eines sechständigen ringförmigen Lokomotivschuppen [8] mit einer Drehscheibe mit 16 m Durchmesser und Bekohlungsanlage |
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| 1897 | Anbau einer Betriebswerkstatt [1] mit Büro für Vorsteher und Lokleitung an den ringförmigen Lokomotivschuppen | |
| 1900 | Errichtung eines Übernachtungs- und Aufenthaltsgebäude [3] | |
| 1902 | Aufstellen des ehemaligen Schmalspur-Lokomotivschuppens aus Heldburg als Materiallager [12]. | |
| 1903 | Erweiterung des Lokomotivschuppens [8] um die Stände 7 und 8. | |
| 1906 | Erweiterung des Lokschuppens um die Stände 9 bis 14. | |
| 1909 | Bau einer Öltankanlage [2] zwischen Werkstatt und Übernachtungsgebäude. | |
| 1910 | Anbau einer Kompressorstation bei Stand 13 im Lokomotivschuppen [8]. | |
| 1914 | Erweiterung des Lokomotivschuppens [8] um die Stände 15 bis 22. Einbau einer 20 m Drehscheibe [7]. Anbau des westlichen Hallenteils an die Betriebswerkstatt [1]. Der Materialschuppen, ex Lokomotivschuppen aus Heldburg, wird nochmals umgesetzt und als Reiserwellenschuppen [12] verwendet. Bau eines Gebäudes für Sandaufbereitung [10] | |
| Deutsche Reichsbahn Gesellschaft (DRG) |
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1922 |
Instandsetzung der Lokomotivschuppentor. Anbau eines Waschraumes für Handwerker an der nördlichen Giebelseite vom Lokschuppen [8]. |
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| bis 1924 | Anbau eines Eisen- und Schraubenlagers an das Öltanklager [2]. | |
| 1925 | Verlängerung der Stände 18 bis 22 am Lokschuppen [8] um 2m. Umsetzung des Lokschuppens vom Bahnhof Heldrungen nach Arnstadt mit Verlängerung um 2m und Verwendung als Wagenreparaturhalle [6], Errichtung eines Abortgebäudes [4]. | |
| 1936 | Einbau einer neuen Drehscheibe [7] mit 23 m Brückenlänge. | |
| 1937 | Anbau des Ostflügels an das Übernachtungs- und Aufenthaltsgebäude [3]. Anbau eines Büroraumes mit Lager an den Reiserwellenschuppen [12], nun als Kohlenschuppen bezeichnet. | |
| 1938 | Erneuerung des Entlüfters auf Stand 1 bis 5 am Lokschuppen [8], Einbau einer Untersuchungsgrube in der Wagenausbesserung [6]. | |
| 1939 | Einbau einer Achssenkgrube bei Stand 21 und 22 im Lokschuppen [8]. | |
| 1943 | An- und Einbau einer Junghelferwerkstatt bei Stand 1 am Lokschuppen [8]. | |
| 1944 | Errichtung einer Lagergießerei [5] | |
| Deutsche Reichsbahn (DR) |
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bis 1947 |
Umbau des Eisen- und Schraubenlagers [2] zur Toilette, das Toilettengebäude [4] wird Fahrrad- und Lagerschuppen. Verlegung der Lokleitung zur Sandaufbereitung [10] |
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| 1950 | Aufbau eines Raumes für die Lokleitung auf der Wagenausbesserung [6], alte Lokleitung in Sandaufbereitung wird Aufenthaltsraum [10] | |
| 1957 | Verlängerung der Stände 8 bis 11 am Lokomotivschuppen [8], Bau eines Aufenthaltsraumes für die Schweißer [9], der Kohlenschuppen [12] wird Tischlerei | |
| 1958 | Errichtung einer Kohlenstaubbunkeranlage [16] mit Kompressorenhaus [15] | |
| bis 1962 | Erweiterung des Ostflügels des Übernachtungs- und Aufenthaltsgebäudes [3], Aufstellen eines Fachwerkschuppens als Lager [11] | |
| 1964 | Anbau eines Lagerraumes für Stoffe zur Speisewasseraufbereitung an der Südseite des Lagers [11] | |
| 1966 | Installation einer Diesellokomotivtankstelle [13] bestehend aus Kesselwagenentladestelle, Pumpenhaus und Zapfsäule | |
| 1967 | Bau einer neuen Besandungsanlage [17] | |
| 1972 | Abtrennung der Lokstände 7 bis 13 im Lokschuppen [8] für die Diesellokomotivunterhaltung | |
| 1976 | Erneuerung der Außenwand an den Ständen 18 bis 22 am Lokschuppen [8] | |
| 1977 | Rückbau der Kohlenstaubbunkeranlage [16], Entfernen der Staubbehälter | |
| 1985 | Umbau des Koks- und Schrottlagers als Schweißerwerkstatt und Handlager [5] | |
| Deutsche Bahn AG (DB) |
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1994/95 |
Renovierung des Lagers [11] |
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